15.12.2018

Filmvorführung: Andrei Rubljow

Der Historienfilm Andrei Rubljow zeigt das Leben und Schaffen des berühmten Mönchs und Ikonenmalers des russischen Mittelalters. Die historischen Ereignisse des Films umschliessen knapp 25 Lebensjahre des spätmittelalterlichen Ikonenmalers Rubljow, das eintretende Ende der Beherrschung Russlands durch die mongolisch-tatarische „Goldene Horde“ sowie Einblicke in das hierarchisch-gesellschaftliche Leben und die skrupellose Machtpolitik der einzelnen Fürsten des wieder erstarkenden Russischen Reiches.

An künstlerischen Mitteln fallen besonders die Einstellungen in schwarz-weiss auf. Es sind die Szenen über das Leben Andrei Rubljows, die nur teils historisch belegt sind und die - wie jede Heldengeschichte - zu gewissen Teilen aus Mythen bestehen. Diese farblosen Einstellungen richten den Fokus auf die Authentizität der gezeigten Bilder und sollen den Blick für das Unstete von Zeit und Geschichte schärfen. Verdeutlicht wird das Stilmittel anhand des Kontrasts zu den farbigen Szenen, welche die Ikonen und Fresken des Malermönches aus dem 14. und 15. Jahrhundert zeigen. Diese Denkmäler der Zeit sind bis heute erhalten und transportieren einen starken künstlerischen Eindruck. Durch die Farbigkeit werden sie besonders betont.

Mit einer Einleitung von Christoph Sigrist (Pfarrer am Grossmünster)

Datum: Sa. 15.12.2018
Zeit: 17:00 (Dauer des Filmes 186 min)
Ort: Grossmünster Kapelle - Eingang Helferei / 
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 15.- Legi
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

17.11.2018

Filmvorführung: Iwans Kindheit

Der erste Spielfilm Andrei Tarkowskis  basiert auf dem Roman Iwan von Wladimir Bogomolow. Ein unkonventioneller sowjetischer Kriegsfilm über den zwölfjährigen Iwan, der zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges von russischen Soldaten an der ukrainischen Front aufgegriffen wird. Der junge Iwan hört vom Tod der Eltern und seiner Schwester. Er ist durch das Kriegsgeschehen traumatisiert. Von Angst und Rachegefühlen geplagt, verlässt er die Rotarmisten und schliesst sich einer Partisanentruppe an, um zu kämpfen. Dabei findet er den Tod.
Ein in seiner eigenständigen Erzähltechnik wie in seiner humanen Kraft bemerkenswerter Film, der den zerstörenden Zugriff des Krieges auf die kindliche Seele darstellt. Statt auf drastischen Naturalismus setzt Tarkowski auf Bildkompositionen, die die tragische Geschichte poetisch überhöhen.
Die Ersaufführung des Films fand 1962 statt und  gewann an den Filmfestspielen von Venedig den Goldenen Löwen und am Filmfestival in San Francisco den Golden Gate Award für die beste Regie.
Mit einer Einleitung von Maria Chevrekouko (Dozentin für Russisch an der Universität Basel).

Datum: Sa. 17.11.2018
15:00-17:30 Ausstellung 1. OG
18:00 Filmvorführung 5.OG
(Dauer des Filmes 95min)
Eintrittspreise: Fr. 20.- / 10.- Legi
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

 

04.11.2018

Filmvorführung: Die Strassenwalze und die Geige

Der Film Die Strassenwalze und die Geige ist Tarkowskis Diplomarbeit von 1960 an der Moskauer Filmhochschule VGIK. Erzählt wird die berührende Geschichte einer ungewöhnlichen zarten Freundschaft zwischen dem verträumten siebenjährigen Geigenspieler Sascha und dem Strassenwalzefahrer Sergei. Sascha wird von den fussballbegeisterten Nachbarbuben verspottet und schikaniert. Einzig Sergei kommt dem bedrängten Buben zu Hilfe und ermuntert ihn, nicht klein beizugeben.
Tarkowskis Diplomfilm ist unprätentiös erzählt, hat aber schon eine eigene Filmsprache. Als Anerkennung wird der 28jährige Filmemacher als 3. Regisseur bei Mosfilm angestellt. 1961 erhält der junge Regisseur am New Yorker Studentenfilmfestival den ersten Preis.
Der Film wird von der Filmwissenschafterin Tatjana Simeunović eingeführt und von der achtjährigen Anastasja auf der Geige begleitet.

Datum: So. 4.11.2018
17:00 Ausstellung 1. OG
18:00 Filmvorführung 5.OG
(Dauer des Filmes 46min)
Eintrittspreise: Fr. 20.- / 10.- Legi / Kinder gratis
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

 

30.09.2018 (17:00)
Trio Amani

Konzert: Trio Amani

Programm:

Nikolai Amani (1872-1904, St. Petersburg):           Streichtrio Op. 1 (1900)

Paul Müller-Zürich (1888-1993, Zürich):              Streichtrio Op. 46 (1950)

Musiker:

Marina Yakovleva, Violine / Mikhail Yakovlev, Viola / Lev Sivkov, Cello

Die hervorragenden drei Musiker kommen aus Russland - St. Petersburg und Novosibirsk- und spielen in Schweizer Orchestern. Wir hören das Streichtrio Op.1 von Nikolai Amani, einem viel zu früh verstorbenen St. Petersburger Komponisten und als Gegenpart das Streichtrio Op.46 von Paul Müller-Zürich, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Persönlichkeit im schweizerischen Musikleben war. 1953 erhielt er den Musikpreis der Stadt Zürich und 1958 den Kompositionspreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Er war seiner Stadt sehr verbunden. Dies veranlasste ihn - als Abgrenzung von unzähligen anderen Müller - seinem Namen Zürich beizufügen.

Dataum: So. 30.09.2018
Eintrittspreise:
Fr. 35.- / 20.- Legi; inkl. Apéro
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com

 

 

01.05.2018 (18:00)

Finissage der Ausstellung und Präsentation der Publikation von Yuri Albert 'Werke und Tage'

Anlässlich des Erscheinens der Publikation zu Yuri Alberts Ausstellung 'Werke und Tage' möchten wir im Rahmen einer Diskussionsrunde nochmals auf die Bedeutung von Yuri Alberts künstlerischem Schaffen hinweisen.
Es diskutieren:
Ulrich Schmid, Prof. für Kultur und Gesellschaft Russlands, Uni SG, Moderation
Yuri Albert, Künstler der 2. Generation des Moskauer Konzeptualismus
Sabine Hänsgen, Slawistin, Publizistin
Arina Kowner, Herausgeberin

 

 

18.03.2018 (17:00)

'Babus Geheimnis' Lesung mit Musik in Anwesenheit des Autors Vsevolod Bernstein

Babu Namgonov, ein Künstler aus Ostsibirien, kommt zur Eröffnung seiner Ausstellung nach Zürich. Plötzlich verschwindet er spurlos. Es wird vermutet, dass er sich in die Stille des Waldes - in die Taiga - zurückgezogen hat. Die Taiga in der Nähe von Zürich?
Boris, ein in Zürich lebende sibirische Schauspieler, sucht ihn in der waldigen Gegend des Pfannenstils. Die Einsamkeit des Waldes führt ihn zu Selbstreflexionen. - In Gedanken ist er bei Babu und meint, dass sie als Künstler die Aufgabe haben, die Schönheit der Erde zu erkennen und zu besingen, um zu versuchen, das Schlechte zu überwinden. Immer treibt ihn jedoch die Frage um, was ist mit Babu geschehen, wo kann er geblieben sein?
Auch der in Meilen wohnende Vsevolod Bernstein kommt aus Sibirien (Irkutsk). Die tragikomische Geschichte ist eine Hommage an seine neue Heimat. Zürich und die Umgebung werden liebevoll beschrieben. Dem Rietberg Museum gehört die be-sondere Aufmerksamkeit des Autors.
Jana Vassilenko begleitet die Lesung auf archaischen Folk-Instrumenten, wie der Drehleier und der Okarina aus Ton oder aus Kuh-Horn. Ganz besonders ist auch der mongolische Obertongesang, der unvergleichliche Kehlkopfgesang, dargeboten von Yury Schicker. - Es sind Urtöne, wie sie unsere Vorfahren den Geräuschen der Natur - dem Wald, der Taiga, dem Gezwitscher der Vögel oder dem Rauschen des Wildwassers - entnahmen.
Mitwirkende:
Autor: Vsevolod Bernstein,
lebt in Meilen und kommt aus der Region von Irkutsk (Sibirien)   
Übersetzung: Franziska Stöcklin,
Zürich, Übersetzerin u. A. von Werken von Michail Schischkin  
Lesung: David Oberholzer,
Schauspieler , Halbrusse, bekannt aus dem Film "Blue My Mind", Grand Prix Zürich Film Festival 2017.
Gesang: Yury Schicker,
lebt in Zürich, ist hauptberuflich Game-Designer
Instrumente
: Jana Vassilenko, geb. in Riga, studierte in Minsk, arbeitete als Musikerin und als Musikpädagogin in Russland und lebt seit 2000 in Zürich. Sie ist solistisch tätig und ist Leiterin des russischen Chors "Weisse Nächte"

 

 

01.09.2017

Wiedereröffnung der Ausstellung Sommermärchen nach der Sommerpause

Weitere Informationen in Kürze

14.06.2017

Ausstellungseröffnung: Sommermärchen

Sehr geehrte Damen und Herren

Liebe Freundinnen und Freunde

Gerne möchten wir Sie und Ihre Freunde zur Eröffnung unserer Ausstellung "Sommermärchen" am 9. Juni , 18 - 20  Uhr,  einladen. Wir zeigen Werke von nonkonformistischen Künstlern - wie Sergei Anufriev, Ivan Chuikov und Anatoli Zverev - die hier kaum bekannt sind, in Russland aber hohe Anerkennung geniessen. Anatoli Zverev ist in Moskau  ein Museum gewidmet. Diese drei und Künstler wie Pavel Pepperstein und Viktor Pivovarov waren während  der Sowjetzeit Zwängen ausgesetzt. Sie wurden nicht im Künstlerverband aufgenommen, was ihnen grosse Nachteile verursachte. So konnten sie in den offiziellen Malutensiliengeschäften nicht einkaufen und behalfen sich mit Papier, Packpapier, Karton, Holz oder Textilien und benützten Blei- und Farbstifte sowie Wasserfarbe. Die Ausstellung zeigt u. a. zahlreiche kleinformatige Zeichnungen und Aquarelle von grosser Sensibilität und Raffinesse. Sie beziehen sich auf literarische Vorlagen, auf Volksmärchen, das Alltagsleben in der Sowjetunion und entwickeln Utopien. Ähnlich wie in der Musik  bringen sie mit ihren Zitaten in verklausulierter Form ihre Kritik an der  Sowjetideologie an.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch und grüssen Sie herzlich

Stiftung Arina Kowner Oberdorfstr. 2 8001 Zürich

28.03.2017

Vadim Zakharov Film in einer Zeichnung-Dadaistische Filme

Wiedereröffnung der Ausstellung Film in einer Zeichnung-Dadaistische Filme und Präsentation der neuen Publikation von Vadim Zakharov.

Der Künstler selbst führt durch die Ausstellung anschliessend gibt es beim Apéro Gelegenheit für Gespräche.

Öffnungszeiten: 29.3-14.4.2017, Mi-Fr 15-18h und jederzeit auf Anfrage.

 

30.01.2017

Konzert von Alexey Botvinov und Burhan Öçal

Gerne möchte ich Sie/Euch auf das Zürcher Konzert von Alexey Botvinov und Burhan Öçal am 30. Januar 2017 um 19.30 Uhr in der Tonhalle Zürich, kleiner Saal, aufmerksam machen. Die StiftungAK unterstützt dieses Konzert und fördert seit Jahren die beiden Ausnahme-Musiker. Der Pianist aus Odessa und der Perkussionist aus Istanbul wagten vor vier Jahren eine Neuinterpretation der Goldberg-Variationen, wobei sie ihr erstes Konzert im KulturAtelier von Arina Kowner gaben. Die weltweiten Erfolge motivierten die beiden Musiker zur Erweiterung ihres Repertoires. Das am 30. Januar zur Erstaufführung kommende interessante, sehr anspruchsvolle Programm verspricht faszinierende musikalische Dialoge. Werke von Bach, Beethoven, Mussorgsky, Rachmaninov und Prokofiev begleitet Burhan Öçal mit orientalischen Perkussionsinstrumenten (z. B. Darbuka) und der Langhalslaute Tanbour. Dies in vollem Respekt vor der Authentizität der Werke.

22.10.2016 (14:30)

Kunst und Musik der 80ger Jahre in Leningrad-der Heimat des Musikers Oleg Lips

Im Rahmen der Ausstellung Die Leningrader kommen-What artists do für Freedom führt der brillante Musiker Oleg Lips durch einen musikalischen Nachmittag. Er erzählt von der Musikszene der 80ger Jahre in seiner Heimatstadt und spielt dazu mit Akkordeon und Klavier Werke aus der Leningrader Rockszene.

13.04.2016 (18:00)

Buchpräsentation: Jan A. Fischer "Über die Wahrnehmung von Kunst im Gehirn"

Jan A. Fischer, emeritierter Medizinprofessor und bedeutender Kunstsammler, stellt im KulturAtelier sein neues Buch vor. Er spricht mit Bernd Zocher, Verlagsleiter des Elster Verlags, über die ästhetische Wahrnehmung, dazu gibt es Musik und anschliessend einen Apéro.

10.04.2016 (19:00)

Film und Diskussion: Edik Steinberg - Métagéométrie, Lettre à Malevitch

Gilles Bastianelli, Regisseur und Biograf, und Galina Manevich, Witwe Steinbergs und Autorin, haben einen berührenden Film über Eduard Steinbergs Wirken geschaffen. Im Anschluss an die Vorführung des Films (deutsche Untertitel) im Ausstellungsraum werden die beiden mit uns über Steinbergs Kunst und sein Leben diskutieren und uns von ihren Projekten erzählen (auf Französisch).

24.01.2016 (18:00)

Klavierabend: Alexey Botvinov spielt Philip Glass

Erleben Sie den ukrainischen Pianisten Alexey Botvinov mit dem äusserst interessanten Programm von Philip Glass: The Hours Suite, The Orphee Suite in six parts sowie Tirol Concerto in three parts, das er selbst für Klavier arrangiert hat.

16.01.2016 (17:00 – 19:00)

Neujahresapero im Ausstellungsraum

Stossen Sie mit uns in der Ausstellung Auf Malevichs Spuren auf das neue Jahr an!

23.10.2015 (18:00 – 20:00)

Eröffnung der Ausstellung «Auf Malevichs Spuren»

Der Künstler Igor Makarevich war anwesend

26.06.2015

Eröffnung der Fotoausstellung «Glasnost und Perestroika in Moskau - Sergei Borisovs Studio 50A und seine Künstler»

Dr. Margarita Tupitsyn, Kuratorin des russischen Pavillions an der Biennale Venedig 2015, hielt die Eröffnungsrede; der Fotograf Sergei Borisov war anwesend.