Gastausstellung: Alina Glazoun - Verstecken und Suchen

In ihren Arbeiten setzt sich Alina Glazoun mit zeitgenössischer Kunst auseinander und verbindet Konzeptualismus mit Dadaismus und Pop Art. Ihr Werk besteht aus kleinen Skulpturen, märchenhaften Landschaften und bezaubernden Szenen, die mit Worten und Fragmenten aus der Natur gefüllt sind. Es ist ein liebevoller Blick auf kleine Dinge, die uns oft viel bedeuten.

 

Die Künstlerin arbeitet meist mit gefundenen Gegenständen und Readymades. In ihren Skulpturen erscheinen die erstaunlichsten Kombinationen, Objekte aus dem Alltag, zufällige Texte aus Zeitschriften und Bilder von Katzen. Insbesondere Katzen haben einen hohen Stellenwert in ihren Werken. Katzen vereinen verschiedene Welten. Das Raubtierhafte ist ihnen geblieben. Sie sind unabhängig und freiheitsliebend und gleichzeitig suchen sie die Zuneigung und Fürsorge "ihrer" Menschen. Das abgebildete Werk besteht aus Objekten, die an verschiedenen Orten gefunden wurden. Die getupfte Platte entdeckte die Künstlerin vor einigen Jahren in Zürich.

Diese Ausstellung findet auf Anregung von Anna Brouver statt und ist auch von ihr kuratiert.

Dauer der Ausstellung:
01.06.-07.07.2018
Fr 13:00-18:00h
Sa 12:00-17:00h
sowie auf Vereinbarung Tel.079 406 50 91; anna.brouver@gmail.com

 

 

Yuri Albert, Les Grands-Pères dAvignon, 2015, Acryl auf Leinwand,168 x 168 cm

Yuri Albert - Werke und Tage

Die Ausstellung ist offen donnerstags und freitags jeweils von 14.00 - 17.00 Uhr; an den übrigen Tagen auf Vereinbarung (akka@kulturatelier.com).

Diese Veranstaltung ist wiederum eine  Zusammenarbeit mit dem Slavischen Seminar der Universität Zürich und dem EU-Projekt Perform East - Performance Art in Eastern Europe (1950-1990): History and Theory, bei dem letztes Jahr Vadim Zakharov im Ausstellungsraum sein Projekt "Film in einer Zeichnung - Dadaistische Filme" realisiert hatte.

Der bekannte russische Künstler Yuri Albert, Vertreter der zweiten Generation des Moskauer Konzeptualismus der späten 1970er und 1980er Jahre, realisiert während des Monats November im Oberdorf eine Ausstellung mit dem Titel: Werke und Tage. Yuri Albert verwendet den Titel des epischen Lehrgedichtes von Hesiod (ca. 700 v. Chr.), da dieser Ausspruch eng mit zwei entscheidenden Werken von ihm korrespondiert. - Einerseits mit der Arbeit "I am still alive - 20 Tage im Jahre 2017": Darin hauchte der Künstler an 20 Tagen  auf einen Spiegel, um sich zu vergewissern, dass er noch lebe. Diese 20 "Zeugen" werden in der Ausstellung zu sehen sein. - Bei der zweiten Arbeit handelt es sich um 22 von Hand angefertigte Abbildungen der Doppelseiten von Alberts Katalog "Fragen der Kunst: Moskauer Abstimmung". Dies ist Teil eines Langzeit-Projekts, bei dem Yuri Albert alles, was er selbst geschrieben hatte und was über ihn gedruckt wurde, per Hand kopiert. Als Jugendlicher träumte er davon, "wahre" Kunst zu machen; da er letztendlich in der zeitgenössischen Kunst gelandet ist, sind diese handgemachten Reproduktionen eine Art Bussritual, eine ironisch-reflexive Form der Selbstbestrafung.  Auch diese 22 Arbeiten sind Teil der Ausstellung. Alles Weitere soll eine Überraschung sein.

Anatoli Zverev, Pegasus, 1983, Aquarell auf Packpapier, 41 x 49 cm

Sommermärchen

Die Ausstellung befasst sich mit einer wenig bekannten Seite der russischen nonkonformistischen Kunst. Für Künstler aus Moskau, die nicht entsprechend dem Sozialistischen Realismus arbeiten wollten, war die Illustration von Kinderbüchern ein willkommener Broterwerb. So arbeiteten sie auch in ihrem freien Kunstschaffen in Bezug auf Thematik, Stil und Material in dieser Weise. Da konnten sie ihre Fantasie ausleben, ohne dass die Zensur eingriff. Seit den 1980er Jahren arbeiteten weitere Künstler in diesem Stil und das z. T. bis heute. Es entstanden herrliche Papierarbeiten, die sich auf Märchen, Literatur, das Alltagsleben und Zukunftsträume beziehen.

Ausgestellt sind Arbeiten von Sergei Anufriev, Ivan Chuikov, Vladimir Jakovlev, Boris Kocheishvili, Yuri Leiderman, Pavel Pepperstein, Viktor Pivovarov, Vadim Zakharov und Anatoli Zverev.                                                 

Dauer der Ausstellung:

10.06.2017 -15.07.2017
01.09.2017 - 07.10.2017

Do/Fr 15:00-18:00h

Sa 14:00-17:00h

und auf Vereinbarung

Vadim Zakharov

Film in One Drawing

Ab der zweiten Novemberwoche wird der Künstler sein Projekt im Ausstellungsraum im 1. Stock realisieren.
Ausstellung vom 25.11.2016 - 23.12.2016 , wiedereröffnet worden vom 29.3-14.4.2017
Vernissage 24.11.2016, 18:00 - 20:00
Der Künstler wird bei der Vernissage anwesend sein.


Vadim Zakharov ist im Monat November 2016 "Artist in Residence" im European Research Council-Projekt "Performance Art in Eastern Europe" am Slavischen Seminar der Universität Zürich. Geplant ist ein "Küchengespräch" im Rahmen dieses Projektes am Slawischen Seminar: Vadim Zakharov: "The Artist as Institution. Archivist, Collector, Editor".
http://www.performanceart.info/events/

Auftritt bei: Doing Performance Art History / A Congress of Actors and Observers im Cabaret Voltaire in Zürich am Freitag, 04. November 2016, 16:30
https://www.artsy.net/artist/nikita-alexeev

Novikov, Sonnenaufgang
Timur Novikov
Sonnenaufgang über Japanischem Meer, 1993, Öl auf Leinwand, 80 x 100 cm, ©T. Novikov

Die Leningrader kommen - What Artists Do for Freedom

Die nonkonformistischen Leningrader Künstler der Perestroika-Zeit konnten ihr Schaffen - weit weg vom Kreml - viel freier gestalten als die Moskauer: ihre Werke waren ironischer, frecher und kritischer. Sie zeichneten sich durch ihre grosse Kreativität und Vielseitigkeit aus: viele Künstler waren zugleich Rock- und Jazzmusiker, Film- und Fernsehmacher, Kuratoren, Regisseure, Journalisten, Herausgeber von Magazinen und vieles mehr. Es werden u. a. Werke von Timur Novikov, Sergei Bugaev-Afrika, Vladislav Mamyshev-Monroe, Oleg Kotelnikov, Babakhan Badalov-Babi, sowie Vladislav Gutsevich zu sehen sein.

Eduard Steinberg, Komposition
Eduard Steinberg,
Komposition, 1991, Gouache auf Karton, 41 x 41 cm, ©E. Steinberg

Auf Malevichs Spuren

In der Ausstellung 'Auf Malevichs Spuren' erkundete die Stiftung Arina Kowner, wie sich russische und internationale Künstler mit dem Werk Kasimir Malevichs auseinandersetzten. Die Rezeption, besonders der Formensprache, des berühmten Avantgardisten ist vielfältig. Es waren Werke von u. a. Edik Steinberg, Vladimir Nemukhin, Igor Makarevich, Robert Ryman, Sol LeWitt und Jannis Kounellis zu sehen.

Sergei Borisov, Sunset, 1986
Sergei Borisov
Sunset, 1986, ©S. Borisov

Fotoausstellung Glasnost und Perestroika in Moskau - Sergei Borisovs Studio 50A und seine Künstler

In der Ausstellung Glasnost und Perestroika in Moskau zeigte die Stiftung Fotografien aus den 1980er und 1990er Jahren des bekannten Fotokünstlers Sergei Borisov aus Moskau. Diese gewähren einen faszinierenden Einblick in einen hier kaum bekannten Kosmos.

Nemukhin: Patience am frühen Morgen
Vladimir Nemukhin
Patience am frühen Morgen, 1982, Öl auf Leinwand, 80 x 72,5 cm, ©V. Nemukhin

Stiftung Arina Kowner: Neuzugänge Sammlung

Die Stiftung präsentierte eine Reihe von bedeutenden Werken der Künstler Bulatov, Kabakov, Nemukhin, Ostretsov, Steinberg und Yankilevsky, die damals neu zur Sammlung gekommen waren.

Vladislav Gutsevich
Harlem Dancer, 1989, Öl auf Leinwand, 86 x 115 cm, ©V. Gutsevich

Passion Bild: Russische Kunst seit 1970. Die Sammlung Arina Kowner

Im Winter 2011/2012 zeigte das Kunstmuseum Bern Teile der Sammlung von Arina Kowner.